Weinlexikon

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Trentino-Südtirol

Trentino-Südtirol ist eine autonome Region im äußersten Norden Italiens. Offiziell bilden die Regionen Trentino und Südtirol eine gemeinsame Provinz mit der Hauptstadt Trient. Tatsächlich sind allerdings die meisten Rechte an die beiden Subprovinzen abgetreten, sodass diese sich autonom selbst verwalten. Dies hat den geschichtlichen Hintergrund, dass Südtirol sehr lange Zeit Teil Österreichs war und hier vorwiegend Deutsch gesprochen wird, wohingegen in Trentino nahezu ausschließlich die italienische Sprache dominiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Tirol geteilt und der südliche Teil (Südtirol) Italien zugesprochen. Daraufhin wurden mehrere Versuche unternommen, diesen Teil zu italienisieren, indem man alle Orts-, Gewässer-, Landschafts-, Berg- und Flurnamen umbenannte sowie zu Zeiten des Faschismus gar die deutsche Sprache verbot und zahlreiche Italiener ansiedelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Rechte der dort lebenden deutschsprachigen Bürger gestärkt, es kam jedoch weiterhin zur Ansiedelung italienischer Zuwanderer. Dies führte schließlich zu einer Demonstration von rund 35.000 Südtirolern und einer Folge von Bombenattentaten, sodass schließlich auch für Südtirol ein Autonomiestatut verabschiedet wurde.

Während der geschichtliche Hintergrund der beiden Regionen also sehr unterschiedlich verlief, so ist der jahrtausende alte Weinbau (Funde von vor über 3.000 Jahren bezeugen dies) in Trentino und Südtirol heute sehr ähnlich. Es werden sowohl Rotweine als auch Weißweine gekeltert, wovon ganze 80 Prozent auf die Produktion von DOC-Weinen entfällt. Die hervorragenden klimatischen Bedingungen im Zusammenspiel mit den verschiedensten Böden ermöglichen diese Qualität und brachten die höchsten Standards in der italienischen DOC-Wein-Produktion hervor. Heute umfasst die Doppel-Region rund 15.084 Hektar Rebfläche und zählt zu den Bekanntesten Italiens.

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