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Weinlexikon

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Hybriden

Hybriden sind Kreuzungen von Zuchtlinien. Man unterscheiden zwischen der intraspezifischen Kreuzung, bei der innerhalb einer Spezies gekreuzt wird (z.B. Dornfelder), und der interspezifischen Kreuzungen, bei der zwischen zwei verschiedenen Spezies gekreuzt wird (z.B. Vitis vinifera und Vitis labrusca). Ist im Weinbau die Sprache von Hybriden wird allerdings in der Regel nur Letztere gemeint. Die Neuzüchtung kann natürlich entstehen (Naturhybriden) oder durch gezielten menschlichen Eingriff.

An Bedeutung gewann die Entwicklung neuer Reben mit dem Auftreten der Reblaus im 19. Jahrhundert in Europa. Sie gelangte über die Schifffahrt von Amerika nach Europa und sorgte dafür, dass weite Teile der Rebflächen zerstört wurden. Die in Amerika heimischen Rebsorten hatten sich dagegen über lange Zeit hinweg mit der Reblaus arrangiert und sind nahezu resistent dagegen. Gleiches gilt für die beiden ebenfalls aus Amerika stammenden Mehltauarten. Zunächst begann man damit, amerikanische Rebsorten anzubauen, welche allerdings einen aufdringlichen Foxton besitzen. Es musste also eine Alternative gefunden werden, sodass man damit begann, erste Kreuzungen zwischen amerikanischen (z.B. Vitis labrusca) und europäischen Spezies (Vitis vinifera) durchzuführen. Diese werden auch Primärhybriden genannt. Der für amerikanische Reben typische Foxton dominierte jedoch den Wein und konnte auch durch wesentlich komplexere Kreuzungen (sogenannte französische Hybriden) nicht beseitigt werden.

Nordamerikanische Rebsorten:

  • Vitis labrusca – z.B. Isabella, Concord
  • Vitis aestivalis
  • Vitis rupestris
  • Vitis cinerea
  • Vitis berlandieri
  • Vitis riparia
  • Vitis vulpina

Europäische Rebsorten:

Das Problem wurde schließlich durch eine ganz andere Methode gelöst. Man veredelte (pfropfte) hochqualitative europäische Edelsorten auf resistente amerikanische Unterlagsreben und bewahrte so die hohe Qualität sowie die Resistenz gegen die neuen Krankheiten. Die Methode wird bis heute angewandt.

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