Weinlexikon

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Flaschengärung

Die Flaschengärung kommt bei der Herstellung von Schaumwein zum Einsatz. Man unterscheidet zwischen der Méthode Charmant und der Méthode classique.

Bei der Méthode Charmant (auch Tankgärverfahren, Großraumgärung, Cuve-close oder Granvás genannt) kommt der bereits vergorene Wein in einen Drucktank. Durch den Druck und die Hinzugabe von Zucker und Hefe wird dann die zweite Gärung in dem rund 100.000 bis 200.000 Liter fassenden Tank eingeleitet. Das Verfahren setzte sich Mitte der dreißiger Jahre weltweit durch, da es erstmals die Herstellung von preiswerten Schaumweinen erlaubte.

In der Méthode classique (auch Méthode traditionelle, Méthode champenoise oder metodo classico genannt) wird hingegen die zweite Gärung in einer liegenden Flasche eingeleitet. Neigt sich die ebenfalls durch Zugabe von Zucker und Hefe (Tirage) angestoßene Gärung dem Ende, wird die Flasche i.d.R. über mehrere Tage oder sogar Wochen in der Rüttelmaschine aufgerichtet. Das Verfahren bewegt die Hefe in den Flaschenhals, welcher anschließend entfernt wird (Degorgieren). Beim Kaltdegorgieren wird zunächst der Hals schockgefrostet, die Flasche umgedreht und der Hals entfernt. Beim Warmdegorgieren wird die Flasche hingegen kopfüber geöffnet und möglichst schnell aufgerichtet. Die Méthode classique ist eine von der EU zugelassene offizielle Bezeichnung und darf nur für einen nach klassischer Methode hergestellten Schaumwein verwendet werden. Auch ein Champagner darf sich nur so nennen, wenn er nach dieser Methode hergestellt wurde.

Bei Stillweinen ist die Nachgärung bzw. Flaschengärung nicht erwünscht und wird als Weinfehler bezeichnet.

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