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Allgemeine Reisebedingungen (ARB)

Die Reisebedingungen ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a ff. BGB und der Artikel 250 und 252 des EGBGB und regeln die Rechtsbeziehungen zwischen Ihnen (Kunde/Reisender) und VICAMPO Reisen (Reiseveranstalter) sofern ein Vertrag zustande kommt. Abweichungen in der jeweiligen Reiseausschreibung haben Vorrang. Bitte lesen Sie diese und den folgenden Text sorgfältig durch.

1. Anmeldung, Buchung und Bestätigung

Mit Ihrer Buchung (Reiseanmeldung) bieten Sie VICAMPO Reisen den Abschluss eines Pauschalreisevertrages für private Zwecke verbindlich an. Ein gewerblicher Weiterverkauf der Reise oder einzelner Reisebestandteile (beispielsweise Eintrittskarten) ist nicht zulässig. Grundlage dieses Angebotes sind die Reiseausschreibung und etwaige ergänzende Informationen für die jeweilige Reise, soweit Ihnen diese zum Buchungszeitpunkt vorliegen. Die Buchung kann schriftlich, mündlich, telefonisch oder auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den Kunden und ist ebenfalls für alle in der Anmeldung aufgeführten weiteren Reiseteilnehmer bindend. Der Kunde steht für die Vertragsverpflichtung aller angemeldeten Reiseteilnehmer wie für die eigenen Verpflichtungen ein, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat. Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerklärung durch VICAMPO Reisen beim Kunden zustande. Sie bedarf keiner bestimmten Form. Weicht der Inhalt der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters (hier VICAMPO Reisen) vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, das für 10 (zehn) Tage verbindlich ist. Der Vertrag kommt auf Grundlage dieses neuen Angebots zustande, soweit VICAMPO Reisen bezüglich des neuen Angebots auf die Änderungen hingewiesen und die vorvertraglichen Informationspflichten erfüllt hat und der Kunde das Angebot durch ausdrückliche Erklärung oder Anzahlung gegenüber VICAMPO Reisen erklärt. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird Ihnen eine schriftliche, den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Reisebestätigung auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt. VICAMPO Reisen ist hierzu nicht verpflichtet, sofern die Buchung weniger als 7 (sieben) Werktage vor Reisebeginn erfolgt. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr (z.B. Internet, Telemedien) gelten für den Vertragsschluss folgende Bedingungen:

  • Dem Kunden wird der Buchungsablauf auf der genutzten Website erläutert.
  • Es besteht jederzeit die Möglichkeit zur Korrektur, Löschung oder Zurücksetzung der Eingaben bzw. des gesamten Onlineformulars. Die Nutzung der Korrekturmöglichkeit wird erläutert.
  • Sofern der Vertragstext durch VICAMPO Reisen gespeichert wird, wird der Kunde hierüber und über die Möglichkeit eines späteren Abrufes informiert.
  • Mit der Betätigung der Schaltfläche “zahlungspflichtig buchen” bieten Sie VICAMPO Reisen den Abschluss eines Pauschalreisevertrages verbindlich an.
  • VICAMPO Reisen informiert den Kunden unverzüglich über den Eingang seiner Buchung auf elektronischem Weg (Eingangsbestätigung).
  • Das Angebot zum Abschluss eines Pauschalreisevertrages über die Schaltfläche “zahlungspflichtig buchen” begründet keinen Anspruch des Kunden auf Zustandekommen des Vertrages seitens des Kunden entsprechend seiner Buchung. Der Vertrag kommt zustande, sobald die Reisebestätigung dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger zugeht.

VICAMPO Reisen weist darauf hin, dass bei Pauschalreiseverträgen nach § 651a und §651c BGB, die im Fernabsatz abgeschlossen wurden (Briefe, Telefonanrufe, Telefaxe, E-Mails, SMS), kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht besteht, sondern die besonderen reiserechtlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte gelten.

2. Bezahlung

Zahlungen auf den Reisepreis vor der Reise dürfen nur gegen Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne von § 651k Abs. 3 BGB erfolgen. Bei Vertragsabschluss ist nach Erhalt des Sicherungsscheines grundsätzlich eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises fällig. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Der Restreisepreis ist 28 Tage vor Reisebeginn zu entrichten. Erfolgt die Buchung weniger als 28 Tage vor dem Reisebeginn, ist der gesamte Reisepreis sofort fällig. Stornogebühren sind immer sofort fällig. Bei Buchung verschiedener Flug-Sondertarife kann der Reisepreis sofort in voller Höhe fällig werden. Die für die Bezahlung des Reisepreises zur Verfügung stehenden Zahlungsmöglichkeiten werden dem Kunden in Abhängigkeit des gewählten Produktes und Vertriebsweges vor Abgabe des Buchungsauftrages mitgeteilt, wobei immer eine gängige Zahlungsmöglichkeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung steht.

Ihre Zahlungen können wie folgt abgewickelt werden:

Überweisung: Die Anzahlung muss in jedem Fall rechtzeitig unter Angabe der Rechnungsnummer auf das in der Buchungsbestätigung angegebene Bankkonto überwiesen werden, sodass sie innerhalb von 10 (zehn) Tagen nach Rechnungsdatum auf dem Konto von VICAMPO Reisen eingeht. Die ausstehende Restzahlung muss rechtzeitig,28 Tage vor Reisetermin auf dem angegebenen Konto eingehen.

Wird die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten geleistet, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit den Rücktrittskosten gemäß Ziff. 4.1, 16 zu belasten.

3. Leistungs- und Preisänderungen

3.1 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Pauschalreisevertrages (z.B. Flugzeitenänderungen, Änderungen des Programmablaufs, Hotelwechsel), die nach Vertragsschluss notwendig werden und die von VICAMPO Reisen nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. VICAMPO Reisen ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt, unentgeltlich vom Vertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn VICAMPO Reisen in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis aus dem bestehenden Angebot anzubieten. Der Kunde ist verpflichtet, seine Zustimmung oder Ablehnung binnen einer gesetzten angemessenen Frist deutlich zu machen. Erfolgt keine Reaktion durch den Kunden gilt dies als Annahme der entstandenen Änderungen.

3.2 Der Reiseveranstalter ist berechtigt, die ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse wie folgt zu ändern: Erhöhen sich die bei Abschluss des Pauschalreisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöht werden:

  • Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann vom Reisenden der Erhöhungsbetrag verlangt werden.
  • In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Der sich so ergebende Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann vom Reisenden verlangt werden.

Werden die bei Abschluss des Pauschalreisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren dem Reiseveranstalter gegenüber erhöht, kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Pauschalreisevertrages kann der Reisepreis in dem Umfang erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für VICAMPO Reisen verteuert hat. Eine Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 28 Tage liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für VICAMPO Reisen nicht vorhersehbar waren. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises wird der Kunde unverzüglich informiert. Preiserhöhungen ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserhöhungen um mehr als 8% ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, sofern der Reiseveranstalter eine solche Reise ohne Mehrpreis aus dem bestehenden Angebot anbieten kann. Die vorgenannten Rechte sind unverzüglich nach Erklärung über die Preiserhöhung durch den Reiseveranstalter in schriftlicher Form geltend zu machen.

4. Rücktritt des Kunden, Umbuchung, Ersatzteilnehmer

4.1 Rücktritt

Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber dem Veranstalter unter der am Ende der Reisebedingungen angegebenen Anschrift zu erklären. Es wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.Tritt der Kunde vom Pauschalreisevertrag zurück oder wird die Reise nicht angetreten, so verliert VICAMPO Reisen den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen werden.Der Ersatzanspruch ist unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und möglichen anderweitigen Verwendung pauschaliert. Die Höhe des Ersatzanspruches ergibt sich anhand des Rücktrittsdatums:

    1) Standard

    bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 20%

    ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 40%

    ab dem 21. Tag vor Reiseantritt 60%

    ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 80%

    ab dem 3. Tag vor Reiseantritt bzw. Nichtantritt 90%

    2) bei Fluss- und Hochseekreuzfahrten

    bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 20%

    ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 40%

    ab dem 21. Tag vor Reiseantritt 60%

    ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 80%

    ab dem 3. Tag vor Reiseantritt bzw. Nichtantritt 95%

Dem Kunden bleibt der Nachweis unbenommen,dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist, als vom Veranstalter geforderte Pauschale. VICAMPO Reisen behält sich vor, in Abweichung von den unter Ziffer 4.1 aufgeführten Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit nachgewiesen werden kann, dass wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist VICAMPO Reisen verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen. Ist Vicampo Reisen infolge eines Rücktrittes zur Rückerstattung verpflichtet, ist diese unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach Rücktritt zu leisten.

4.2 Umbuchung

Sollen auf Kundenwunsch nach der Buchung der Reise Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart vorgenommen werden, so entstehen dem Veranstalter in der Regel die gleichen Kosten wie bei einem Rücktritt. VICAMPO Reisen berechnet daher die Kosten in gleicher Höhe, wie sie sich zum entsprechenden Umbuchungszeitpunkt für einen Rücktritt ergeben hätten. Bei anderweitigen, geringfügigen Änderungen wird eine Bearbeitungsgebühr von EUR 25 berechnet.

4.3 Ersatzteilnehmer

Das gesetzliche Recht, gemäß § 651b BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.

5. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Werden einzelne Reiseleistungen, die dem Kunden ordnungsgemäß angeboten wurden, infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht in Anspruch genommen, so besteht kein Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Reiseveranstalter bemüht sich jedoch bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

6. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl und Kündigung durch den Reiseveranstalter

VICAMPO Reisen kann bei Nichterreichen einer in der jeweiligen Reiseausschreibung oder im sonstigen Inhalt des Reisevertrages festgelegten Mindestteilnehmerzahl bis 28 Tage vor Reiseantritt von der Reise zurück treten. VICAMPO Reisen informiert Sie selbstverständlich, sofern zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich wird, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann. Die Rücktrittserklärung wird dem Reisenden schnellstmöglich zugeleitet. Der Kunde erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich, spätestens 14 Tage nach Rücktritt, über die bei der Buchung ausgewählten Zahlungsart, zurück.

7. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen

Der Veranstalter kann vom Pauschalreisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Pauschalreisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet der vertraglichen Vereinbarungen nachhaltig stört oder wenn er sich in einem solchen Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Dies gilt nicht, soweit das vertragswidrige Verhalten ursächlich auf einer Verletzung der Informationspflicht des Reiseveranstalters beruht. Kündigt VICAMPO Reisen, bleibt der Anspruch auf den Reisepreis bestehen; der Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile werden angerechnet, die aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt werden, einschließlich der von Leistungsträgern gut gebrachten Beträge.

8. Aufhebung des Vertrages wegen höherer Gewalt

Zur Kündigung des Pauschalreisevertrages wird auf die gesetzliche Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verwiesen, die wie folgt lautet:

  • "(1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen.
  • (2) Wird der Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so finden die Vorschriften des § 651e Abs. 3,Sätze 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.”

9. Haftung des Reiseveranstalters (Beschränkung der Haftung)

9.1 Vertragliche Haftungsbeschränkung

Die vertragliche Haftung durch den Reiseveranstalter für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt

  • soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt worden ist, oder
  • soweit VICAMPO Reisen für einen dem Reisenden entstandenen Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen bzw. dem Luftverkehrsgesetz bleiben von dieser Beschränkung unberührt.

9.2. Deliktische Haftungsbeschränkung

Die deliktische Haftung von VICAMPO Reisen für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Die Haftungshöchstsumme gilt jeweils je Kunde und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.

9.3 Haftungsausschluss für Fremdleistungen

Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so gekennzeichnet werden, dass sie eindeutig erkennbar nicht Bestandteil der Pauschalreiseleistungen sind. Der Veranstalter haftet jedoch

  • für Leistungen, welche die Beförderung vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung während der Reise beinhalten,
  • wenn und insoweit für einen, dem Kunden entstandenen Schaden die Verletzung von Hinweis- oder Organisationspflichten durch VICAMPO Reisen ursächlich geworden ist.

10. Gewährleistung

10.1 Abhilfe und Mitwirkungspflichten

Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann Abhilfe verlangt werden. Dazu bedarf es – unbeschadet der vorrangigen Leistungspflicht – der Mitwirkung des Reisenden. Dieser ist verpflichtet, alles ihnen Zumutbare zu tun, um zu einer Behebung der Störung beizutragen und eventuell entstehenden Schaden möglichst gering zu halten oder ganz zu vermeiden. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, Beanstandungen unverzüglich bei einem örtlichen Vertreter des Reiseveranstalters im Zielland anzuzeigen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos oder aus anderen Gründen unzumutbar ist. Die örtliche Vertretung ist den Reiseunterlagen zu entnehmen. Die Reiseleitung bzw. örtliche Vertretung ist beauftragt, sofern möglich, für Abhilfe zu sorgen. Sie ist jedoch nicht befugt, Ansprüche anzuerkennen. Sofern die Reiseunterlagen keinen Hinweis auf einen örtlichen Vertreter enthalten, setzen Sie sich bitte direkt mit VICAMPO Reisen in Verbindung! Sie erreichen VICAMPO Reisen unter der Servicenummer (0)6131 30 29 3 69, Montag – Freitag 9.30-17 Uhr MEZ. Geben Sie bitte in jedem Fall die in der Buchungsbestätigung genannte Reisenummer, das Reiseziel sowie die Reisedaten an. Soweit VICAMPO Reisen infolge einer schuldhaften Unterlassung der Mängelanzeige keine Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende weder Minderungsansprüche nach § 651m BGB noch Schadensersatzansprüche nach § 651n BGB geltend machen.

10.2 Fristsetzung vor Kündigung des Vertrages

Soll der Pauschalreisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 615c BGB bezeichneten Art oder nach § 651e BGB aus wichtigem, für den Veranstalter erkennbarem Grund wegen Unzumutbarkeit gekündigt werden, muss eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung gesetzt werden. Dies gilt dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist, durch VICAMPO Reisen verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes, für den Veranstalter erkennbares Interesse seitens des Kunden gerechtfertigt wird.

10.3 Gepäckverlust und Gepäckverspätung

Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen sind dringend und unverzüglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige (P.I.R) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen ab, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 (sieben) Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung vorzunehmen. Im Übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der Reiseleitung oder der örtlichen Vertretung des Veranstalters ebenfalls unverzüglich anzuzeigen.

10.4 Reiseunterlagen

Bitte informieren Sie VICAMPO Reisen rechtzeitig, wenn Ihnen die erforderlichen Reiseunterlagen nicht innerhalb der mitgeteilten Frist zugegangen sein sollten.

11 Geltendmachen von Ansprüchen, Verjährung, Alternative Streitbeilegung

11.1 Ansprüche nach den § 651i Abs. 3 Nr. 2, 4-7 BGB haben Sie gegenüber VICAMPO Reisen geltend zu machen.

11.2 Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen, verjähren in 2 (zwei) Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen.

11.3 Alle übrigen Ansprüche nach den §§651c bis f BGB verjähren in einem Jahr.

11.4 Die Verjährung nach Ziffer 11.2 und 11.3 beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einem Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

11.5 Schweben zwischen Ihnen und VICAMPO Reisen Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis Sie oder VICAMPO Reisen die Fortsetzung der Verhandlungen verweigern. Die Verjährung tritt frühestens 3 (drei) Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

11.6 Nach geltendem Recht ist VICAMPO Reisen verpflichtet, auf folgende Institutionen hinzuweisen: Allgemeine Verbraucher-Schlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung e.V., Straßburger Str. 8, 77694 Kehl am Rhein, www.verbraucher-schlichter.de, Europäische Online-Streitbeilegungsplattform https://ec.europa.eu/consumers/odr/.

12 Informationspflichten über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens (sog. "Black List")

Aufgrund der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens ist der Reiseveranstalter verpflichtet, den Reisenden bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sowie sämtliche, im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringende Flugbeförderungsleistungen zu informieren. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Veranstalter verpflichtet,die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald bekannt ist, welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, ist der Reisende in Kenntnis zu setzen. Wechselt die zunächst genannte ausführende Fluggesellschaft, so ist der Reisende unverzüglich über den Wechsel zu informieren. Die so genannte „Black List“ ist u.a. auf folgender Internetseite abrufbar: Air transport - Blacklist

13 Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften

13.1 Der Veranstalter ist verpflichtet, Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Union, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in Ihrer Person und eventueller Mitreisender (z.B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.

13.2 Für das Beschaffen und Mitführen der notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften ist ausschließlich der Reisende verantwortlich. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen ihm zu Lasten. Dies gilt nicht, soweit der Reiseveranstalter den Reisenden schuldhaft nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

13.3 VICAMPO Reisen haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung für den Zugang notwendigen Visas durch die jeweils diplomatische Vertretung, auch wenn der Reisende den Veranstalter mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, der Veranstalter hat eigene Pflichten schuldhaft verletzt.

14. Reiseschutz (Reiserücktritts-Versicherung u.a.)

Bitte beachten Sie, dass die in diesem Katalog genannten Reisepreise keine Reiserücktritts-Versicherung (RRV) bzw. Reiseabbruch-Versicherung enthalten. Wenn Sie vor Reiseantritt von Ihrer Reise zurücktreten, entstehen Stornokosten gemäß Ziffer 4.1. Bei Reiseabbruch können zusätzliche Rückreise- und sonstige Mehrkosten entstehen. VICAMPO Reisen empfiehlt deshalb den Abschluss eines speziellen Reiseschutzes einer Reiseversicherung.

15. Datenschutz

15.1 Ihre personenbezogenen Daten werden von VICAMPO Reisen für die Vertragsdurchführung gespeichert und verarbeitet. Eine Übermittlung an unbeteiligte Dritte findet nicht statt. Für die Datenverarbeitung können teilweise Auftragnehmer eingesetzt werden (die vertraglich verpflichtet sind gemäß §11 Bundesdatenschutzgesetz).

15.2 Die Daten sind gemäß Bundesdatenschutzgesetz gegen missbräuchliche Verwendung geschützt.

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