Terroir
Der Begriff Terroir stammt aus Frankreich und hat kein wirkliches Äquivalent im Deutschen. Im Weinbau beschreibt Terroir den Wert und die Beschaffenheit eines Gebiets. Viele Umweltbedingungen werden unter dieser Bezeichnung zusammengefasst. Die Hydrologie, also die Bodenfeuchtigkeit und die Geologie des Weinbergs, das heißt die Bodenzusammensetzung. Terroir gilt allgemein für die Agrarproduktion, aber gerade beim Weinbau spielt die Bodenzusammensetzung mit ihrem Mineralstoffgehalt eine wesentliche Rolle bei der Ausprägung des Geschmacks der Trauben. Jede Rebsorte benötigt eine andere Bodenzusammensetzung am Weinberg und fühlt sich an anderen Orten heimisch.
Auch das Klima fällt mit in den Begriff Terroir und beeinflusst den Weinbau sehr stark. Ein Weinberg braucht außerdem optimale Sonneneinstrahlung und ein geeignetes Bodenrelief, um guten Wein zu produzieren. Gerade Rebsorten wie Riesling und Spätburgunder gedeihen in Deutschland gut. Der Riesling wächst, genauso wie der Spätburgunder, am besten in kühleren Gegenden. Das Klima und der Niederschlag sind hier entscheidend für gute Zuchtresultate mit diesen Rebsorten.
Terroir beinhaltet beim Weinbau auch die Frage, ob die Rebsorten autochthon sind oder nicht. Ein Wein ist dann autochthon, wenn die Rebsorte in diesem Gebiet oder an diesem Weinberg heimisch ist. Alle diese in Terroir zusammengefassten Bedingungen wirken sich auf die Zusammensetzung und den Geschmack der Trauben aus. Der fertige Wein wird deshalb wesentlich vom Terroir beeinflusst.
