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Zinfandel

Der Zinfandel zählt zur Weingattung Vitis vinifera und ist hauptsächlich im US-Bundesstaat Kalifornien zu finden. Dort wird er auf 11% der gesamten Anbaufläche kultiviert. Neben den Vereinigten Staaten wird diese Rebsorte auch in Australien und Südafrika angebaut, allerdings in deutlich kleineren Dimensionen. Die Beeren des Zinfandel haben bei voller Reife einen hohen Gehalt an Zucker und erzeugen daher dunkle und kräftige Weine mit einem hohen Alkohogehalt. In heißen Weinbauregionen, wie dem südlich von San Francisco gelegenen San Joaquin Valley, wird der Zinfandel häufig ohne der Haut der Beeren vergoren und kommt unter dem Namen "White Zinfandel" auf den Markt. Diese Weine sind trotz des Namens oftmals leicht rosafarben und in den USA besonders als Sommerweine äußerst beliebt. Bedeutende kalifornische Anbaugebiete des Zinfandel sind das Sonoma Valley, Napa Valley und Dry Creek Valley. Je nach Region können die Weine einen sehr unterschiedlichen Charakter haben - beim Zinfandel aus dem Dry Creek Valley dominieren etwa die schwarzen Früchte, während Erzeugnisse aus Sonoma und Napa Valley von roten Früchten beherrscht werden.

Erstmals in die USA gebracht wurde der Zinfandel zu Beginn des 19. Jahrhunderts von George Gibbs, einem Betreiber einer Rebschule aus Long Island. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass der Zinfandel von einer kroatischen Rebsorte mit dem Namen Crljenak Kastelanski abstammt, die von ihrer kroatischen Heimat aus nach Süditalien gelangte. Hier ist er, besonders in der Region Apulien auch als Primitivo bekannt, wobei einige italienische Winzer bereits dazu übergegangen sind, ihre Weine auch unter dem bekannteren Namen Zinfandel zu vermarkten. Der Begriff Zinfandel selbst stammt von Samuel Perkins, einem Betreiber einer Bostoner Rebschule, der sie im Jahr 1832 erstmals unter diesem Namen zum Verkauf anbot. Bereits in den 1870er Jahren wurde die Rebsorte unter den Winzern von Nord-Kalifornien äußerst populär und vor allem zur Erzeugung roter Tafelweine verwendet. Der White Zinfandel kam erstmals 1972 auf den Markt, als das im Napa Valley gelegene Weingut Sutter Home erstmals den Saft der Reben ohne die Schale vergor. Ab 1985 schließlich kam eine neue Welle sortenreiner Zinfandel-Weine auf den Markt, die sich bei den Käufern großer Beliebtheit erfreute. In Folge wuchsen die Anbauflächen der Rebsorte stark an und der Zinfandel wurde zur populärsten Rotweinsorte in ganz Kalifornien.rundsätzlich sollten Zinfandel-Weine nicht zu lange gelagert werden, innerhalb von 5 bis 7 Jahren sollten sie verköstigt werden. Da die Beeren des Zinfandel ungleichmäßig auswachsen und zu verschiedenen Zeitpunkten ihre Reife erlangen, gestaltet sich die Ernte für Winzer als aufwändig. Maschinelle Ernten sind beim Zinfandel nicht möglich und oftmals muss die Weinlese in mehreren Durchgängen erfolgen, damit keine Beeren verschwendet werden. Darüber hinaus ist die Rebsorte sehr empfindlich gegen die gefürchtete Grauschimmelfäule. Der Beliebtheit dieser Rebsorte unter kalifornischen Winzern tut dies jedoch keinen Abbruch.

Zinfandel-Weine sind in der Regel gehaltvoll, tiefrote Weine mit einem hohen Alkoholgehalt von bis zu 16%. Das Bouquet enthält feine Noten von Zimt und schwarzem Pfeffer, während der Geschmack - je nach Anbaugebiet - Assoziationen an schwarze und rote Beeren weckt. Der White Zinfandel passt geschmacklich sehr gut zu einer großen Menge an Gerichten, von Hühnchen bis hin zu Meeresfrüchten. Auch der klassische rote Zinfandel ist als Speisepartner flexibel. Lamm, Rind, Wild und einige Fischgerichte ergänzen sich ausgezeichnet mit diesem Wein. Der Zinfandel Rosé schließlich ist ein idealer Begleiter für heiße Sommertage und passt hervorragend zu einem leichten Salat oder Fischgerichten.

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