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    Castillo de las Zarzas Gran Reserva 2010

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Tempranillo

Der Tempranillo ist Spaniens wichtigste rote Rebsorte und aus ihm wird unter anderem im Verschnitt mit Garnacha der berühmte Rioja-Wein gekeltert. Tempranillo Rotweine sind sehr vollmundig und zeichnen sich durch einen samtigen Geschmack aus. Üppige Aromen von Waldbeeren, Leder, Gewürzen und dunklen Kirschen, sowie ein elegantes Tanninprofil machen diese Weine unverwechselbar. Übersetzt bedeutet Tempranillo so viel wie "kleine frühe", was sich auf die Beeren dieser Rebsorte bezieht. Diese sind nämlich etwas kleiner und reifen auch schneller, als die Trauben des Garnacha. Die größten Anbauflächen des Tempranillo finden sich natürlich in Spanien, besonders in den nordöstlichen Regionen wie La Rioja, Ribera und La Mancha. Aber auch in der "Neuen Welt" wird die Rebsorte immer populärer.

Woher der Tempranillo genau stammt, ist bis heute ein Rätsel. Lange Zeit wurde vermutet, es handele sich dabei um einen Abkömmling des Spätburgunders, der von Mönchen des Zisterzienser-Ordens nach Spanien gebracht wurde. Diese Theorie gilt jedoch unter Ampelographen als umstritten. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Rebsorte von einer spanischen Wildrebe abstammt. Auch wenn der Tempranillo schon lange in Spanien für seine hohe Qualität geschätzt wird, hatte die Rebsorte erst während der 1980er Jahre ihren großen Durchbruch. Zu dieser Zeit begannen spanische Weinbauern damit, verstärkt auf hochqualitative Erzeugnisse zu setzen und massiv in die eigene Infrastruktur zu investieren. So wurden nicht nur die spanischen Kellereien auf den neuesten Stand der Technik gebracht, sondern auch viele Rebflächen mit dem Tempranillo bestückt. Dadurch konnte der Grundstein für den Siegeszug des Tempranillo in Spanien gelegt werden und die Sorte sich zur wichtigsten roten Rebsorte des Landes entwickeln. Nicht nur in Spanien, auch im Nachbarland Portugal ist der Tempranillo äußerst populär. Die Rotweinsorte ist hier unter den Namen Tinta Roriz und Aragonês bekannt. Portugiesische Winzer produzieren aus Tinta Roriz nicht nur Tischweine, sondern verwenden die Sorte auch zur Herstellung des berühmten Portweins.

Da der Tempranillo nur wenig Zucker und einen geringen Säuregehalt hat, werden aus dieser Rebsorte nur selten sortenreine Weine gekeltert. Üblich ist der Verschnitt mit anderen Rebsorten, besonders mit dem Mazuelo, Graciano und natürlich dem Garnacha, zum weltberühmten Rioja. Dabei stellt der Tempranillo jedoch immer den größten Anteil und drückt dem Cuvée damit seinen unverwechselbaren Stempel auf. Am besten entfalten sich die komplexen Aromen des Tempranillo, indem man ihn bei Raumtemperatur für etwa eine halbe Stunde in einem Dekantiergefäß Luft zum Atmen gibt. Die feinen Duftnoten variieren, je nach dem Anbaugebiet, aus dem der Tempranillo stammt. Charakteristisch ist aber die ausgeprägte Tanninstruktur dieser Weine, die dennoch geschmeidig im Abgang ist. Dieses harmonische Tanninprofil ist es auch, das den Tempranillo so geeignet für den Ausbau im Barrique-Fass macht. Die Farbe der Tempranillo Rotweine reicht vom kräftigen Rubinrot bis zu tief dunklen Rottönen. Liebhaber dieses Weines behaupten, dass man die Sonne des spanischen Heimatlandes erkennen kann, wenn sich das Licht in einem Glas mit Tempranillo Rotwein bricht. Der Tempranillo lässt sich wunderbar solo genießen, ist aber auch ein geeigneter Begleiter für verschiedene Gerichte. Besonders geeignet ist die Kombination mit Wild, Ente und auch Rindfleisch. Die Spanier trinken ihn aber auch gerne mit Scampi und diversen Fischgerichten.

Nachdem Tempranillo Rotweine im Edelstahl oder auch im Holztank die Hauptgärung durchlaufen haben, kommen sie für einen weiteren Reifungsprozess in Barrique-Fässer und in Flaschen. Die Ausnahme davon sind die Jungweine (vino de año), welche nach der Hauptgärung gleich in den Verkauf gehen. Bei den höherwertigen Weinen hingegen unterscheidet man zwischen verschiedenen Qualitätsstufen, die von der Dauer der Lagerung abhängig sind und als Crianza, Reserva und Gran Reserva bezeichnet werden. Der Tempranillo Crianza darf zwei Jahre reifen, davon ein Minimun von einem Jahr im Eichenfass. Der Tempranillo Reserva reift für drei Jahre, wovon er mindestens eins im Eichenfass verbringen muss. Der Tempranillo Gran Reserva schließlich wird für ein Minimum von zwei Jahren im Eichenfass gelagert und darf insgesamt für fünf Jahre reifen, bevor er in den Verkauf geht. Auch ein Jungwein kann bereits eine gewisse Lagerdauer hinter sich haben. Manche Tempranillo Rotweine werden nur für einen kurzen Zeitraum im Eichenfass gelagert, um so eine höhere Qualität bei günstigen Preisen zu erzielen. Nach der spanischen Weinverordnung zählen sie so aber immer noch zu den Jungweinen.

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