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Sangiovese

Der Sangiovese, was übersetzt so viel wie "Blut des Jupiters" heißt, zählt zu den bedeutendsten Rotweinsorten Italiens und ist unter einer Vielzahl verschiedener Namen bekannt, wie etwa Sangovieto, Brunello und Morellino. Da diese Rebsorte äußerst vielseitig ist, können die verschiedenen Weine sehr unterschiedlich ausfallen und einen jeweils ganz individuellen Charakter haben. Die wichtigsten Anbaugebiete des Sangiovese liegen in der Toskana und in der Emilia-Romagna. In diesen Regionen wurde die Rebsorte schon vor etwa 2500 Jahren durch die Etrusker gepflanzt und zu Wein verarbeitet. Ein typischer Sangiovese aus der Toskana ist der Vino Novello, während die Emilia-Romagna bekannt für den Sangiovese di Romagna und den Sangiovese di Rubicone ist. Auch der berühmte Chianti besteht zu mindestens 75% aus Sangiovese. Sortenreine Sangiovese-Weine sind unter anderem der Brunello di Montalcino, sowie der Morellino di Scansano. Typisch für den Sangiovese-Wein sind Noten von Kirsche, Blumen und Gewürzen. Im Eichenfass ausgebaut, können auch Aromen von Pflaumen, Tabak und Trüffel enthalten sein.

Neben Italien wird die Rebsorte auch in Argentinien, Kalifornien und Israel angebaut, hier allerdings nur auf relativ kleinen Rebflächen. Ursprünglich waren es italienische Immigranten, welche die Rebsorte dort auch außerhalb ihrer Heimat etablierten. Durch die große Bedeutung des Sangiovese für den italienischen Weinbau, wurde die Rebsorte in den Rang der Edelreben erhoben. Die Trauben des Sangiovese brauchen etwas länger, bis sie ihre volle Reife erreichen und können vor Oktober nicht geerntet werden. Dies macht die Rebsorte recht wählerisch, was die klimatischen Bedingungen der Anbauregion angeht. Am liebsten mag sie viele Sonnenstunden und ein heißes Klima. Was das Terroir angeht, so fühlt sich der Sangiovese auf Kalksteinböden am wohlsten. In kälteren Regionen gedeiht die Rebsorte weniger gut, hier können die Weine unangenehm säuerlich ausfallen.

Erstmals historisch dokumentiert wurde der Anbau von Sangiovese während des 16. Jahrhunderts, damals noch als "Sangiogheto". Die beiden wichtigsten Anbauregionen dieser Rebsorte in Italien - die Toskana und Emilia-Romagna - behaupten beide von sich, die Geburtsstätte des Sangiovese zu sein. In der Toskana soll die Rebe bereits vor etwa 2500 Jahren gepflanzt worden sein, während man in Emilia-Romagna fest davon überzeugt ist, dass der Sangiovese ursprünglich vom Monte Giove stammt - einen Hügel in der Nähe von Rimini. Einigkeit herrscht lediglich über den Ursprung des Namens dieser Rotweinsorte. Sangiovese leitet sich von Sanguis Jovis ab, also dem "Blut des Jupiters". Da die Rebsorte ähnlich wie auch der Pinot Noir einen starken Hang zu Mutationen hat, existiert eine große Anzahl unterschiedlicher Klone, die unter verschiedenen Bezeichnungen gepflanzt werden. Variationen wie Brunello, Morellino oder Sangieveto sind also alles verschiedene Ausprägungen, gehören aber alle zur Familie des Sangiovese. Diese ist im Lauf der Zeit in einem solchen Maß mutiert, dass Jahrzehnte benötigt wurden, um unter der großen Anzahl von Klonen die besten Exemplare zu selektieren und den italienischen Winzern großflächig zugänglich zu machen. Dieser Homogenisierungsprozess des Sangiovese vollzog sich erst während der letzten Jahre und sorgte dafür, dass die Weine insgesamt einheitlicher wurden, wobei der Fokus auf der Selektion von Klonen höchster Qualität lag. So soll der Sangiovese auch in Zukunft international konkurrenzfähig bleiben und ein einheitlicheres Profil erhalten.

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