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Merlot

Der Merlot ist die am dritthäufigsten angebaute Rebsorte in Frankreich und mit Abstand die populärste in der Region Bordeaux. Dort wird er besonders häufig in Assemblage mit dem Cabernet Sauvignon oder dem Cabernet Franc ausgebaut. Besonders in den Weinbaugebieten Pomerol, Saint Emilion und Graves spielt der Merlot eine wichtige Rolle im Weinbau. Korrekterweise wird diese rote Rebsorte auch als Merlot Noir bezeichnet, um sie so von der weißen Rebsorte Merlot Blanc zu unterscheiden, mit der keine direkte Verwandtschaft besteht. Der Begriff Merlot leitet sich vom französischen Wort Merle (Amsel) ab. Diese Vogelart hat es besonders gerne auf die reifen Beeren der Rebsorte abgesehen.

Die Herkunft des Merlot ist bis heute ungeklärt. Wahrscheinlich stammt er aus Frankreich, wo sich diese Rebsorte bis ins 14. Jahrhundert historisch zurückverfolgen lässt. Zu diesem Zeitpunkt war der Merlot noch unter der Bezeichnung Crabatut Noir geläufig. Bis 1784 hatte sich der Begriff Merlot eingebürgert und die Rebsorte galt als die wichtigste der Bordelais-Region. Die erste Ampelographische Beschreibung des Merlot stammt von Victor Rendu aus dem Jahr 1857. Im Jahr 2009 konnten Wissenschaftler schließlich die historischen Rebsorten Magdeleine Noire des Charentes und Cabernet Franc als die Vorfahren des Merlot identifizieren. Der Cabernet Franc wurde schon lange von Ampelographen als Elternteil des Merlot vermutet.

Der Merlot gilt als früh reifende Sorte, die rund zwei Wochen vor dem Cabernet geerntet werden kann. Neben frühen Ernetzeitpunnkten überzeugt die Sorte auch mit konstant hohen Erträgen und einer guten Resistenz gegen Mehltau. Allerdings macht die dünne Schale der Beeren sie anfällig für die Rohfäule. Von den Winzern wird der Merlot neben seinen exzellenten Anbaueigenschaften auch besonders für seinen guten Geschmack geschätzt. Merlot-Weine sind in der Farbe tief dunkelrot und verfügen über einen mittleren Alkoholgehalt sowie eine geringe Säure. Der Geschmack ist vollmundig und erinnert oft an Pflaumen. Für Cuvées ist der Merlot besonders beliebt, weil sich sein Geschmacksprofil nicht in den Vordergrund drängt und er ideal mit anderen Verschnittpartnern harmoniert. Aber auch als sortenreiner Wein ist der Merlot zu haben. Der exklusivste Rotwein der Welt, der Château Pétrus aus dem französischen Pomerol wird ausschließlich aus dieser Rebsorte gekeltert. Ähnlich wie der Cabernet, ist auch der Merlot sehr gut für den Ausbau im Barrique geeignet.

Winzer weltweit schätzen den Merlot für seine hervorragenden Qualitäten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Rebsorte in nahezu jeder Weinbauregion der Welt eine wichtige Rolle spielt. Die globale Anbaufläche wird auf rund 200.000 Hektar geschätzt, was den Merlot zur sechstwichtigsten Rebsorte der Welt macht. Die größten Anbauflächen befinden sich in Frankreich, hier ist der Merlot die meist kultivierte Rotweinsorte und liegt weit vor dem Cabernet Sauvignon. Auch in Italien, Bulgarien und den USA nimmt der Merlot große Rebflächen für sich ein.

In Deutschland hingegen befinden sich nur kleine Anbauflächen des Merlot. Mit rund 400 Hektar stellt diese Rebsorte weniger als ein Prozent der Deutschen Weinproduktion. Nichtsdestotrotz arbeiten findige Winzer schon seit Jahren daran, auch in Deutschland hochwertige Merlot-Weine zu erzeugen. Die größten Rebflächen befinden sich in der Pfalz, Baden und in Rheinhessen. Aus diesen Regionen stammen auch einige der schmackhaftesten Merlot-Weine Deutschlands.

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