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Dornfelder

Der Dornfelder ist eine Rotweinsorte. Entwickelt wurde der Dornfelder als Neuzüchtung von August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Ihren Namen erhielt die rote Rebsorte von Immanuel Dornfeld, dem Gründer der Weinbauschule. Ursprünglich galt der Dornfelder als Deckwein, der als Verschnittpartner anderen Rotweinen mehr Farbe verleihen sollte. Doch ambitionierte Winzer entdeckten das Potenzial des Dornfelders und begannen ihn verstärkt sortenrein auszubauen. Mittlerweile überzeugt der reine Dornfelder in allen Qualitätsstufen und beweist, dass er weitaus mehr ist als nur ein einfacher Rotwein. Etwas abgelagert passt der harmonische Dornfelder hervorragend zur kalten Jahreszeit. Er dient dann als optimaler Begleiter zu kräftigem Braten, Wild oder Käse. Fruchtige Ausbauvarianten aus der letzten Ernte sorgen leicht gekühlt sogar im Sommer für puren Trinkspaß. Bei kurzer Maischegärung entstehen Roséweine, die sich meist mit ihrem lieblichen Geschmack auch perfekt als Sommerwein eignen - ideal für den gemeinsamen Genuss mit Freunden in lauen Nächten.

Meist wird der Dornfelder trocken oder halbtrocken ausgebaut. Er besticht durch eine kräftige schwarzrote Farbe und einen fruchtigen Geschmack mit typischen Fruchtaromen von Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Ein moderater Säuregehalt trifft auf einen hohen Gerbstoffgehalt, sodass der Dornfelder besonders harmonisch und körperreich wirkt. Die Art des Ausbaus bestimmt, wie das Verhältnis zwischen Frucht, Säure und Gerbstoffen ausfällt. Bei jungen Weinen stehen die Fruchtaromen im Vordergrund, während Lagerweine die Gerbstoffe und Struktur des Weins betonen und die Frucht in den Hintergrund stellen. Durch den Ausbau im kleinen oder großen Holzfass entstehen gehaltvolle und geschmeidige Weine mit tiefroter Farbe. Häufig benötigt der Dornfelder Zeit um seinen vollen Geschmack zu entfalten. So eignet er sich hervorragend als Lagerwein.

Die erfolgreichste Neuzüchtung unter Deutschlands Rotweinen hat ihren Ursprung in Weinsberg in Württemberg. Der Rebenzüchter August Herold kreuzte im Jahr 1955 an der dortigen Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau die beiden deutschen Rebsorten Heroldrebe und Helfensteiner. August Herold war sehr vertraut mit den beiden Rebsorten, aus denen der Dornfelder entstand, denn diese wurden zuvor auch von ihm gezüchtet. Es dauerte aber noch einige Jahre bis der Dornfelder 1980 den Sortenschutz und die Zulassung erhielt. Zunächst wurde der Dornfelder hauptsächlich zum Verschnitt mit helleren Rotweinen eingesetzt. Durch eine erhöhte Rotwein-Nachfrage begannen deutsche Winzer schließlich auch den sortenreinen Ausbau des Dornfelders - mit Erfolg! Die Beliebtheit des Dornfelders stieg enorm und so erhöhte sich auch seine Anbaufläche. Um dem Ruf eines Massenweins entgegen zu wirken, arbeiten inzwischen verschiedene Verbände an Konzepten, die Qualität wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.

Dornfelder - der Rotweinklassiker Deutschlands

Da der Dornfelder noch eine recht junge Rebsorte ist, konnte er sich bisher kaum über die Grenzen Deutschlands hinweg verbreiten. Außerhalb seines Heimatlandes sind lediglich kleine Bestände in der Schweiz bekannt. Doch in Deutschland setzte sich der Dornfelder durch. So gilt er hier mit knapp 8000 Hektar Gesamtrebfläche als zweithäufigste kultivierte rote Rebsorte nach dem Spätburgunder. Besonders verbreitet ist er in den Weinbaugebieten Pfalz und Rheinhessen. Doch auch die meisten anderen Weinregionen beschäftigen sich mit dem Anbau der beliebten Rotweinsorte. Längst ist die Neuzüchtung von vor 50 Jahren zu einem deutschen Rotweinklassiker gereift und erfreut sich seit Jahren einer immensen Nachfrage.

Der Dornfelder fühlt sich eher unwohl auf sandigen oder steinigen Böden. Er ist empfindlich gegenüber Frost, Trockenheit und Pilzkrankheiten. Aufgrund ihrer dicken Beerenschalen und der lockerbeerigen Traube, gilt die Rebsorte jedoch als robust und wenig fäulnisgefährdet. Der Dornfelder neigt zu hohen Erträgen, die gleichzeitig eine Einbuße an Qualität bedeuten. Deshalb reduzieren viele Winzer den Ertrag, indem sie zu Beginn der Reifeperiode einige Trauben abschneiden und damit die Konzentration der Inhaltsstoffe auf die verbleibenden Trauben zu unterstützen. Der Dornfelder stellt mittlerweile auch die Basis von vielversprechenden Neuzüchtungen wie Cabernet Dorio, Cabernet Dorsa, Monarch und Acolon dar.

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