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Barbera

Die Rotweinsorte Barbera stammt ursprünglich aus der Region Piemont und wurde hier bereits während des 13. Jahrhunderts zur Weinerzeugung kultiviert. Inzwischen ist diese robuste Sorte mit hohen Erträgen überall in Italien zu finden und wird hier auf rund 28.000 Hektar angebaut. Nach Sangiovese und Montepulciano ist sie damit die drittwichtigste Rotweinsorte in Italien. Besonders das Piemont bringt Barbera von ausgezeichneter Qualität hervor, darunter populäre DOCs wie Barbera d'Alba und Barbera d'Asti. Während Barbera üblicherweise nur in den Anbaugebieten Lombardei, Piemont und Emilia-Romagna sortenrein ausgebaut wird, dient die Rebsorte andernorts oftmals als Verschnittpartner in einer Reihe von Tafelweinen und DOCs wie Bardolino und Cerveteri. Außer in ihrer italienischen Heimat wird Barbera auch in Weinbauregionen der "Neuen Welt", also in den USA, Australien und Südafrika kultiviert.

Der Ursprung der Rebsorte Barbera ist im Nonferrato-Gebiet, inmitten der Piemont-Region zu finden. Erstmals historisch erwähnt wird die Barbera in Dokumenten des 13. Jahrhunderts unter dem Namen "barbexinis". Allerdings wird von einigen Weinexperten angeführt, dass auch die Rebsorte Grinolino unter dem Synonym Berbexino bekannt ist und daher nicht eindeutig feststehe, dass es sich bei dieser Nennung tatsächlich um die Barbera handelt. In die USA gelang die Rebsorte erstmals in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, als sie von italienischen Immigranten in die Neue Welt importiert wurde. Da die Barbera äußerst ertragsstark ist, eignet sie sich sehr gut zur Produktion billiger Massenware, was im Rahmen des italienischen Weinbooms der 1970er Jahre oftmals ausgenutzt wurde. Auch in den Methanolskandal der 80er Jahre war diese Rebsorte involviert. Der damit zusammenhängende Imageschaden sorgte dafür, dass Barbera-Weine in Folge zu Ladenhütern wurden und die Rebflächen massiv abnahmen. Inzwischen haben sich italienische Winzer jedoch wieder umorientiert und nutzen das Potential der Barbera, um qualitativ hochwertige und ausgewogene Weine zu erzeugen.

Der bekannte Barbera d'Asti ist sogar seit 2008 mit dem Titel eines DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ausgezeichnet. Diese italienische Ursprungsbezeichnung ist für Weine höchster Qualitätsstufen vorbehalten und steht noch über dem DOC. Der sortenreine Barbera d'Asti wird für zwei Jahre gereift, davon jeweils die Hälfte im Eichenfass und in der Weinflasche. Ist der Wein einmal im Handel, kann er problemlos noch weitere 5 bis 7 Jahre gelagert werden. Diese Weine sollte man vor dem Genuss mindestens eine Stunde lang entkorken und in ein Dekantiergefäß geben, um so das optimale Geschmackserlebnis zu erzielen. Während der Barbera d'Asti aus der gleichnamigen Provinz Asti stammt, wird der Barbera d'Alba in der Region rund um die Stadt Alba gewonnen. Dieser DOC Wein wird für 1 bis 2 Jahre in einem Fass aus Eichenholz gereift, bevor er ein weiteres Jahr in Flaschen gelagert wird. Die Lagerfähigkeit liegt mit 5 bis 6 Jahren etwas unter dem Barbera d'Asti. Nach den Qualitätseinbrüchen der 80er Jahre ist dieser Wein wieder von konstant hoher Qualität und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Barbera Weine gelten als üppige und kraftvolle Rotweine, mit einem niedrigen Tanningehalt und einer knackigen Säure. Typisch ist für sie das charakteristische Pflaumenaroma. Auch wenn ein höherer Alkoholgehalt möglich ist, wird die Barbera üblicherweise zu leichten und sprudelnden Rotweinen ausgebaut, die besonders im Sommer äußerst erfrischend sind.

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