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Im Weinberg

Dem Namen nach zu urteilen, ist ein Weinberg eine zum Weinanbau angelegte Fläche, die sich auf einer Anhöhe befinden muss. Dies ist jedoch nicht ganz zutreffend: Der Weinberg, im Süden Deutschlands auch unter dem Namen Wengert oder Wingert geläufig, kann nicht nur auf einen Berg angelegt werden, sondern es dienen sowohl Terrassen als auch ebene Flächen, um Wein anzubauen.

Der Weinberg mit seinen Besonderheiten

Die Wahl des Bodens, Sonneneinstrahlung, Wind, Luftfeuchtigkeit sowie Tag- und Nachttemperaturen haben einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack und die Qualität des aus den Trauben gewonnenen Weins, so dass diese Faktoren unbedingt beim Anbau eines Weinbergs beachtet werden müssen.

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Die Arbeit im Weinberg

Über das gesamte Jahr müssen die auf dem Weinberg angepflanzten Rebstöcke gepflegt werden. Darunter fallen Maßnahmen wie der Rebschnitt oder die Reberziehung, die ein unkontrolliertes Wachstum der Rebstöcke verhindern. Der Rebschnitt erfolgt Ende Dezember bis Februar und wird heutzutage immer noch manuell durchgeführt, während die Reberziehung im März und April stattfindet. Die Bodenbearbeitung nimmt ebenfalls einen Hauptbestandteil der Pflege ein und ist im Frühjahr von großem Stellenwert. Aufgrund der unterschiedlichen Lagen des Weinbergs kann der Boden eine unterschiedliche Feuchtigkeit sowie Temperatur aufweisen. Ebenso ist der Mineralstoffbedarf an den Flach-, Steil- und Höhenlagen verschieden stark ausgeprägt, so dass der Boden je nach Lage unterschiedlicher Pflege bedarf. Grubber und Fräse lockern den Boden auf, der anschließend gedüngt werden muss.

Klimatische Veränderungen sowie der Befall von Schädlingen bedingen ebenfalls eine intensive Pflege der Rebstöcke. Schädlinge, insbesondere die Reblaus, können das Wachstum der Rebstöcke beziehungsweise Trauben hemmen oder sogar die Wurzeln schädigen, was ein Absterben der Rebe zur Folge hat. Jedoch sollten bei der Schädlingsbekämpfung so wenige Pestizide und Fungizide wie möglich zum Einsatz kommen, um die Qualität des Weins weiterhin sicherzustellen.
Während der Wachstumsphase der Weinreben fallen Laubarbeiten für den Winzer fortwährend an. Im Juni bis August werden Triebe festgebunden und Blätter entfernt. Durch die Frühlese werden bereits reife Trauben gelesen, um dadurch den verbleibenden Trauben einen größeren Wachstumsplatz zu schaffen.

Mitte bis Ende September beginnt die jährliche Weinlese, die bis Ende November andauern kann. Winzer, die einen besonderen Wert auf hochwertigen Wein legen, schneiden die reifen Trauben manuell ab (Handlese). Bei der Weinlese, die maschinell stattfindet, werden die Trauben durch Rütteln und Klopfen durch sogenannte Vollernter gewonnen. Durch den Einsatz von Maschinen kann zwar die Produktivität erhöht werden, jedoch mindert es gleichzeitig die Qualität, da auch unreife Trauben gelesen werden können.

Die Schönheit und Artenvielfalt des Weinbergs sollen durch die erstellten Bilder besonders gut zum Ausdruck gebracht und die anfallenden Tätigkeiten des Winzers während der Jahreszeiten beleuchtet werden. Nahaufnahmen unterschiedlichster Traubensorten zu verschiedenen Jahreszeiten, Großaufnahmen von Weinreben und Weinbergen mit Wanderpfaden findest Du ebenfalls in dieser Rubrik.

Die gezeigten Weinberge wurden größtenteils aus den Regionen des Rheingaus sowie Rheinhessens aufgenommen. Bekannte Weingüter Rheinhessens bilden die Winzer WinterKnewitzHauckSpiess, Wittmann und Bischel. Im Rheingau finden sich neben dem Kloster Eberbach noch die Weingüter Robert WeilSpreitzer, Trenz und das Schloss Johannisberg ein.

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